In großen Schritten Richtung Lebensreise – Was ist zu tun?

Die Zeit rast momentan einfach. Es ist heute schon der 28. Oktober! Am Donnerstag (01.11.) können wir schon sagen, dass es übernächsten Monat los geht….

Auch, wenn wir uns die sechs Monate in Süd-Ost-Asien treiben lassen wollen, gibt es einige Dinge an die zu denken sind, bevor wir am 6.1.19 in den Flieger von Düsseldorf nach Bangkok steigen. Voller Vertrauen im Herzen. Voller Glück in der Brust. Voller Vorfreude auf das, was kommt. Voller Ahnungslosigkeit, was wir machen, wenn wir wieder in Deutschland sind ;). Unseren Job haben wir ja gekündigt und sind ab Januar demnach arbeitslos.

Wir haben unsere To Do Mind Map einmal für euch gezeichnet. So erfahrt ihr kurz und knapp, was wir erledigen, bevor es losgeht. Unsere Mind Map erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Wir haben bspw. kein Auto, noch Haustiere, etc.

Womit es begonnen hat, war natürlich die Idee. Ich habe in diesem Blogpost schon einmal davon berichtet, wie es zur Entscheidungsfindung gekommen ist.

Wir haben nicht lange überlegt, sondern einfach mal gemacht. Wir haben den Moment gegriffen, BEVOR die Zweifel hoch krabbeln. Den Moment BEVOR dein Ego dir sagt, was alles passieren könnte. Den Moment BEVOR deine eigene Komfortzone dich mit aller Macht versucht nicht gehen zu lassen. Wir haben genau diesen, oftmals leider viel zu fragilen, kurzen Moment, genutzt und es einfach entschieden. Leidenschaft war schon immer der stärkste Motor und das Bauchgefühl, die Intuition, die treibende, authentische Kraft. Ich habe letztens darüber nachgedacht, ob eine Entscheidung, die ich aus dem Herzen/Bauch getroffen habe, jemals wirklich “schlecht” war… (Auch, wenn wir natürlich an jeder Situation wachsen.) Mir fällt nichts ein. Der Verstand hat Beine, das Herz hat Augen. In die richtige Richtung können wir nur laufen, wenn wir sehen, wo WIR hin gehen….wenn wir also unserem Herzen folgen. Ansonsten rennen wir einfach nur allen anderen und unserem Glück hinterher.

Nachdem wir also alles losgelassen haben, um diesen Moment mit beiden Händen zu greifen, ging es in die Umsetzung und Vorbereitung. Ich lasse euch mal an unseren Antworten zu diesen Fragen teilhaben.

Was machen wir mit dem Job?

Hier gibt es natürlich mehrere Möglichkeiten. Ihr könnt euch, insofern euer Arbeitgeber dies ermöglicht, eine Auszeit/unbezahlten Urlaub oder ein Sabbatical nehmen. Ist dies nicht machbar, wäre es ebenso möglich sich einen neuen Job zu suchen, der beginnt, wenn ihr wieder da seid und den derzeitigen Job zu kündigen, sobald ihr die Zusage habt. Oder ihr macht es so wie wir, kündigt euren Job, reist los und vertraut darauf, dass sich alles fügen wird.

Achtet auf euere Kündigungsfristen, sucht das Gespräch mit euren Vorgesetzten und reicht die Kündigung schriftlich ein. Vorher solltet ihr noch einmal prüfen, ob es irgendwelche Vereinbarungen mit eurem Arbeitgeber gibt…wie bspw. eine Bindungsfrist auf Grund eines Studiums, welches euch finanziert wurde.

Wir haben bereits Ende August mit unseren Vorgesetzten gesprochen, da wir gerne sichergehen wollten, dass ausreichend Zeit vorhanden ist, um unsere Stellen neu zu besetzen.

Wir haben gekündigt. Wie läuft das jetzt mit der Arbeitslosigkeit?

Nachdem wir unsere Kündigung im August schriftlich eingereicht haben, habe ich bei der Agentur für Arbeit angerufen. Das war zu früh! Sie sagte ich solle mich drei Monate vor Beginn der Arbeitslosigkeit arbeitssuchend melden – entweder telefonisch oder online. Das haben wir dann Ende September gemacht. Wir meldeten uns online arbeitssuchend und wurden einige Tage später zurückgerufen, um unsere Daten zu vervollständigen. In dem Telefonat wurden weitere Daten aufgenommen sowie die nächsten Schritte erklärt.

  • Es wurde auf einen Brief mit einem Schreiben für unseren Arbeitgeber verwiesen, welches wichtig für die Beantragung des Arbeitslosengeld I ist (Arbeitslosengeld II ist quasi „Hartz 4“).
  • Wir müssen uns spätestens am ersten Tag ohne Beschäftigung persönlich bei der Agentur für Arbeit arbeitslos melden. Das ist die Voraussetzung dafür, dass wir Arbeitslosengeld beziehen können.
  • Die Sperrfrist bei Eigenkündigung beträgt in der Regel drei Monate, d.h. das ALG I wird nicht für 12 sondern „nur“ für 9 Monate gezahlt.

Was heißt das konkret in unserem Fall: Das Schreiben haben wir bei unserem Arbeitgeber eingereicht. Im November gehen wir bereits persönlich zur Bundesagentur für Arbeit, um uns ab 01.01.2019 arbeitslos zu melden. Daraufhin können wir online unseren Antrag zur Zahlung des Arbeitslosengeldes ausfüllen – nicht schon vorher.

Jetzt gut lesen, ist wichtig: 

Wenn ihr selbst gekündigt habt, erhaltet ihr in der Regel die Sperrfrist. Es sei denn ihr begründet eure Auszeit sehr gut (persönliche Weiterentwicklung/berufliche Neuorientierung) und erwischt einen Bearbeiter, der dies durchwinkt. Da wir noch bis zu 6.1. in Deutschland sein werden, läuft die Sperrfrist bereits ab dem 01.01., sodass wie nach Rückkehr für 9 Monate das Arbeitslosengeld beziehen können.

Für den Zeitraum vom 01.01. – 06.01. liegt auf Grund der Sperrfrist KEIN Versicherungsschutz vor, sodass ihr euch für diesen Zeitraum selber versichern müsst. Geht ganz easy…erkundigt euch einfach bei eurer Krankenkasse, füllt das Schreiben aus und schwups, habt ihr es.

Ich muss mich vom 02.01. bis Abreise übrigens noch dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stellen. Es könnte also sein, dass ich am 02.01. noch zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen werden, um am 03.01. mit der Arbeit zu beginnen….bis 06.01. Sehr unwahrscheinlich :).

In der Zeit im Ausland erhaltet ihr kein Arbeitslosengeld und müsst auch keine Bewerbungsgespräche oder sp führen. In dieser Zeit steht ihr dem deutschen Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung und habt dies bei eurer persönlichen Meldung ja auch entsprechend angegeben.

Wie finanziere ich mir so eine Reise überhaupt?

Unsere Sparmaßnahmen haben wir in diesem Post & Video schon einmal beschrieben. Schaut es euch gerne mal an.

Was machen wir denn mit unserer Wohnung, wenn wir nicht da sind?

Wir vermieten unsere Wohnung für die Zeit, in der wir nicht da sind, unter. Also für sechs Monate. Zu erst einmal solltet ihr natürlich mit eurer Vermietung absprechen, ob dies möglich ist! Steht in der Regel auch im Mietvertrag. Wenn ihr das GO habt, dann schießt ihr schöne Fotos von eurer Wohnung, stellt sie ein, bspw. bei WG Gesucht oder Ebay Kleinanzeigen (beide Plattformen bieten die Möglichkeit kostenfrei Inserate zu schalten), vereinbart Besichtigungstermine, setzt einen Untermietvertrag auf, fertigt ein Übergabeprotokoll an und ready.

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Wir vermieten die Wohnung komplett möbliert, d.h. wir räumen lediglich unsere Klamotten und persönlichen Unterlagen raus.

Es empfiehlt sich eine gute Freundin oder einen guten Freund als quasi „Chief of Flat“ zu benennen. Der/die COF sollte in der gleichen Stadt wohnen und ist eine Schnittstelle zwischen euch und den Nachmietern, falls mal etwas dringend zu klären ist, Hilfe benötigt wird, etc. und ihr vielleicht auf Grund der Zeitumstellung, Flügen oder so nicht greifbar seid oder falls Briefe kommen, die nicht von den Nachmietern geöffneten werden sollen.

Wo wollen wir eigentlich hin? Wie sieht unsere Route aus?

Go with the flow. Ganz klar. Allerdings stand für uns fest, dass wir nach Süd-Ost-Asien reisen und in Thailand starten wollen. Dann haben wir uns überlegt, welche Länder noch in Frage kämen. Gut zu wissen für den Impfplan, denn der Arzt wird euch fragen, wo ihr hin wollt.

Unser Plan ist: Thailand, Kambodscha, Vietnam, Indonesien. Gebucht haben wir bislang den Hinflug, die ersten beiden Nächte in Bangkok und zwei Nächte in Kambodscha als Ausreisebestätigung für den thailändischen Visaantrag. Alles Weitere planen wir vor Ort. Auch die Buchung des Rückflugs machen wir von dort ;).

Apropos Visaanträge…hier empfehle ich euch wirklich vorab zu informieren, was notwendig ist. Googelt einfach mal. Was immer sein muss: Ein mindestens noch sechs Monate gültiger Reisepass! 

Um auch vor Ort mobil zu sein und bspw. mit dem Roller Koh Phangan erkunden zu können, organisieren wir uns einen internationalen Führerschein…kostet ca. 25 Euro und könnt ihr euch ganz einfach bei der Fahrerlaubnisbehörde ausstellen lassen.

Hauptsache gesund. Was ist zu beachten?

Ganz wichtig. IMPFEN. Rechtzeitig. Wie sagt Jan so schön…“Impfen, die teuerste Nebensache der Welt“. Meine Impfstoffe haben 900 Euro gekostet, die glücklicherweise zu 100% von meiner Krankenkasse übernommen wurden. Wie eine Impfberatung der Prozess abläuft, könnt ihr hier nachlasen. 

Auch kümmern solltet ihr euch um eine ausländische Krankenversicherung. Wir haben uns für die Versicherung von der Hanse Merkur entschieden. Ganz wichtig: Ihr müsst vor Abschluss entscheiden, ob ihr euch für Kanada und die USA auch versichern lassen wollt. Ist dann entsprechend teurer.

Nehmt ihr regelmäßig Medikament ein, solltet ihr euch vorab ausreichend mit diesen eindecken… Ebenfalls empfehlen wir noch einmal zum Zahnarzt, Frauenarzt, etc. zu gehen, um gesund und munter in euer Abenteuer starten zu können.

Was kommt mit auf die Reise?

Alles, was ihr mitnehmt, tragt ihr mit euch rum. Das heißt: Weniger ist mehr. In unserem Video zeigen wir euch, wie wir unsere Wohnung ausgeräumt und den Rucksack gepackt haben.

So…das kann alles aus einer Ideen entstehen. Wir freuen uns unglaublich auf unsere Reise. Habt ihr weitere Fragen? Dann einfach hier oder bei Instagram platzieren.

Empire your mind,

Dori & Jan

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Verfasst von

Wir - Dori & Jan - geben dir mit unserem Podcast auf humorvolle und authentische Art und Weise handfeste und praxisnahe Impulse mit an die Hand, die dir dabei helfen dich selbst besser kennen- und lieben zu lernen. In den letzten zwei Jahren ist in unserem Leben eine Menge passiert. Das haben wir alles der ganz intensiven Auseinandersetzung mit uns selbst zu verdanken ;). Unsere letzte, ziemlich große "Entwicklungsmaßnahme" war unsere sechsmonatige Reise durch Südostasien nachdem wir unseren Job gekündigt haben. Schön, dass du da bist & viel Spaß mit unseren Podcastfolgen!

2 Kommentare zu „In großen Schritten Richtung Lebensreise – Was ist zu tun?

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