Die ersten Tage unserer Lebensreise – so geht es uns!

Auch, wenn diese natürlich schon viel eher begonnen hat.

Nach fünf Monaten Planung ist es soweit. Wir sind angekommen. Beziehungsweise gelandet. „Angekommen“ sind wir noch lange nicht. Darum geht es ja auch nicht.
Unsere ersten zwei Tage haben wir in Bangkok verbracht.

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Es heißt entweder liebt man diese Stadt oder eben nicht. Bei uns trifft letzteres zu. Auch, wenn wir ihr durchaus irgendwann nochmal eine Chance geben werden. Vielleicht nicht auf dieser Reise, sondern auf einer anderen. Denn was uns in Bangkok bewusst wurde ist, dass wir das was wir dort fanden nicht suchten. Ruhe!

Zu viel Trubel, zu viel Hektik, zu viel Autos, zu viel Smog. Ich bin selbst erstaunt, wie wenig ich mich inzwischen von Städten angezogen fühle. Ich entdecke immer mehr mein Herz für die Natur! Als wir am Ende unseres Aufenthalts mit dem Nachtbus nach Chiang Mai fuhren, machten wir Rast. Als ich aus dem Bus ausstieg, hörte ich Geräusche: Von Insekten und Vögeln. Dort war sie wieder. Die Natur. Ein paar Kilometer von Betonklötzen und riesigen Kaufhäusern entfernt.

Gerade sitzen wir in Chiang Mai in einem kleinen Park. Jan schneidet das Video, welches ihr unten findet und ich schreibe diese Zeilen über unsere ersten Tage auf unsere Lebensreise. Wir wurden bereits auf instagram gefragt, wie unser erster Eindruck ist, sodass ich natürlich gerne an diesem teilhaben lasse.

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Dann beginnen wir mal….

Wie ist es?

Komplett anders und ja, man vergisst tatsächlich die Wochentage. Irgendwie rechnen wir eher in Übernachtungen. Zwei Übernachtungen in diesem Hostel, drei Übernachtungen in jenem. Momentan fühlt es sich jedoch eher nach Urlaub an. Ich kann mir immer noch nicht vorstellen, dass wir jetzt mehrere Monate unterwegs sein werden. Das finde ich immer noch verrückt.

Was Thailand, wie immer geschafft hat, ist es uns in eine ganz andere Welt zu katapultieren. Das „normale“ Leben in Deutschland ist super weit weg. Das gleiche Phänomen habe ich tatsächlich schon immer während meiner letzten Urlaube hier wahrgenommen. Es war also definitiv die richtige Entscheidung direkt hierher zu fliegen bevor wir die anderen Länder erkunden. Auf dem Plan stehen noch Kambodscha, Vietnam, Bali und dann schauen wir mal, welche Passkontrolle wir noch durchqueren werden. Wollt ihr als auch mal solche eine Reise planen, wäre unsere Empfehlung also wirklich in einem euch bekannten Land zu starten in dem ihr euch wohlfühlt.

Wir würden beim nächsten Mal jedoch nicht mehr in Bangkok starten. Wie ich oben schon schrieb, hat uns die Stadt irgendwie nicht gecatsht. Sie ist sicherlich sehr beeindruckend, allerdings einfach zu unruhig. Und da wir gerne zu Fuß gehen, unter anderem auch um Geld zu sparen, war Bangkok einfach zu groß für uns.
Dennoch haben wir natürlich auch tolle Ecken und Dinge gesehen. Schaut euch einfach gerne mal das kurze Video an.

Wie gefällt uns Chiang Mai?

Wir lieben es und haben uns dafür entschieden mindestens sechs Tage hierzubleiben. Die Stadt ist überschaubar und hat sich absolut auf Backpacker eingestellt. Überall gibt es schnuckelige Lokale mit Wlan, frischen Säften und (veganem) Essen.
Die Nachtmärkte am Abend laden zum Bummeln ein und die kleinen Bars zum „Feierabendbier“.

Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist unschlagbar. Frische Säfte in einem Restaurant kosten um die maximal 80 Baht (2 Euro), am Straßenrand gibt es diese schon für 30 Baht (80 Cent). Im Hannover Hauptbahnhof bezahle ich mindestens 3,70 Euro für einen viel kleineren Becher. Das ist echt ziemlich cool. Sich gesund und ausgewogen zu ernähren, funktioniert hier also super und bislang freuen wir uns immer noch seeehr auf das nächste Thai-Essen.

Haben wir alles eingepackt?

Bislang fehlt uns nicht viel und ich habe auch nicht das Gefühl, dass wir unnötiges Zeug im Rucksack haben. Ein Mittel gegen Mückenstiche hätte der Reiseapotheke noch ganz gut getan, jedoch gibt es dieses auch hier zu kaufen. Wenn ihr einmal schauen wollt, was es so in unseren Rucksack geschafft hat, dann kann ich euch unser Packvideo sehr ans Herz legen.

Wie kommen wir mit unserem Geld aus?

Wir schreiben ganz brav jede Ausgabe auf. Damit wir nicht das Gefühl haben nur Geld auszugeben und nichts einzunehmen, hat Jan eine Exceltabelle erstellt, die Einnahmen „vortäuscht“. Was das konkret heißt? Wenn wir unser tägliches Budget von 30 Euro pro Person (inkl. Unterkunft und Transfer, exklusive Flüge) übersteigen, hatten wir wirkliche Ausgaben. 30 Euro haben wir ja sowieso für jeden Tag geplant. Dieses Geld ist also keine Ausgabe. Wenn wir unter unserem Budget liegen, ist es eine Einnahme. Unsere Excel mit den schönen Formeln zeigt uns jeden Tag auf, wie es um unsere Finanzen steht. Es ist nach den ersten Tagen dennoch schwer zu sagen, ob wir gut aushalten oder nicht. Ein Fazit ziehen wir nach dem ersten Monat. Generell ist jedoch zu sagen, dass wir in der Regel mit den 30 Euro am Tag gut auskommen, jedoch auch nicht wesentlich darunter liegen.

Was genießen wir am meisten?

Zeit zu haben. Auch, wenn diese hier genauso schnell vergeht, wie zu Hause auch. Dennoch können wir jeden Tag entscheiden, wie wir diesen gestalten. Momentan erkunden wir einfach jeden Tag Chiang Mai, verfolgen einige Projekte, entspannen, lesen und erzählen. Wir können nicht wirklich nicht meckern . Allerding bin ich noch nicht im Flow. Hier mal ein Text, den ich letztens bei Instagram gepostet habe….dieser beschreibt sehr gut, was ich meine:

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So viel anders & doch so viel gleich… • Wir haben Bangkok geschafft. Bangkok hat uns geschafft 😉. Wir sind einfach drauf los und haben die Stadt auf uns wirken lassen. Zu Fuß sind wir ganz viele kleine und große Straßen abgelaufen, haben gegessen, gestaunt, geredet und unheimlich viele Eindrücke gesammelt. Bangkok ist wirklich eine enorm aufregende Stadt. Zu aufregend für uns…von daher haben wir uns entschieden bereits morgen (am Mittwoch) nach Chiang Mai weiterzureisen. Chiang Mai ist kleiner, überschaubarer, hipp, trotzdem sehr kulturell und eben ruhiger. Wir haben heute beide gemerkt, dass wir so viel Trubel derzeit nicht brauchen. Eigentlich möchten wir einfach Zeit haben…um zu lesen, Podcasts aufzunehmen und über unsere Zukunft zu brainstormen, uns mit Menschen auszutauschen, die Natur & Kultur zu genießen, Sport zu machen 💁🏼‍♀️…. Von daher fahren wir 11 Stunden mit dem Nachtbus nach Chiang Mai und kommen am Donnerstagmorgen um 7 Uhr an. Auch, wenn wir Ann und Kom, unsere Gasteltern, ziemlich vermissen werden 🥰. Die beiden sind einfach so unheimlich lieb. Als wir vorhin wiedergekommen sind, haben sie uns gefragt, ob wir ein Foto zusammen machen können. Daraus haben sie dann gleich noch ein Video zusammengestellt (siehe Story). ❤️ • Eine Sache ist mir auf unserer Lebensreise übrigens heute morgen schon mehr als bewusst geworden: Es ist egal wohin wir gehen! Wir gehen mit uns. Das heißt wir nehmen auch all unsere Gefühle und Gedanken mit. Wenn wir glauben, dass wir uns schon besser fühlen werden sobald dieses oder jenes Ereignis eintritt, liegen wir falsch. Wir müssen im heute glücklich sein…mit uns! Ich habe heute morgen während der Meditation die gleichen Glücksgefühle gespürt, die ich auch zu Hause habe, wenn ich meine Zukunft visualisiere. Allerdings habe ich auch die gleiche Getriebenheit wahrgenommen Dinge erledigen zu müssen. • Lasst uns damit beginnen uns wieder bei uns zu Hause zu fühlen. Denn nur, wenn wir ein schönes zu Hause haben, kommen auch gerne Gäste zu uns. Ann’s und Kom’s zu Hause ist in jedem Fall wunderschön 💕. • Empire your mind ✨, Dori & Jan

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Vermissen wir etwas?

Nein. Ich denke oft an meine Familie und meine Freunde, da ich jedoch weiß, dass es allen gut geht, sind das alles sehr positive Gedanken, die einfach von Liebe zeugen. Vielleicht noch mein Bett. Für mich ist das Schlafen hier schon eine kleine Herausforderung, da ich mich schnelle ekele. Jan gehts ähnlich. Wir schlagen uns jedoch sehr tapfer. Bei den Betten muss man sich einfach daran gewöhnen, dass die Matratzen oft mega hart und die Kopfkissen sehr hoch sind. Auf Grund dessen gibt es hier wahrscheinlich so gute günstige Massagen.

Was „nervt“ uns jetzt schon?

Eigentlich nichts. Natürlich müssen wir noch ein bisschen besser werden, wenn es um das Packen des Backpacks und die Organisation in kleinen Hostelzimmern geht. Wir sind eben noch keine erprobten Backpacker, aber Übung macht ja den Meister.

Wie weit sind wir, wenn es um das Finden unseres „Warum“ geht?

Jetzt kommen wir zum wohl spannendsten Teil des Artikels. Nämlich zu unserer persönlichen Weiterentwicklung. Wer uns schon länger verfolgt weiß, dass es bei unserer Reise nicht „nur“ um das Reisen geht. Wir nutzen diese sechs Monate, um unser „Warum“, unseren „Zweck der Existenz“ zu finden. Es ist eine Zeit der Neuorientierung und des Neubeginns. Jan und haben beide unseren Job gekündigt. Wenn wir wieder in Deutschland sind, sind wir also offiziell arbeitslos. Das ist natürlich kein Zustand der besonders lange so bleiben soll. Auf Grund dessen verspüre ich natürlich den Druck, dass hier etwas passieren „muss“ und ich Antworten auf meine Fragen bekomme. Dieser Druck ist allerdings ziemlich kontraproduktiv und durch viele Gespräche mit Jan versuchen ich diesen zu vermindern.

Ich bin ein absolut ehrgeiziger Mensch. Ich möchte meine Ziele erreichen und diese sind sehr hoch. Was ich jedoch brauche, ist Gelassen- und nicht Verbissenheit. Deswegen ist mein derzeutiges Learning erst einmal nicht etwas zu erreichen, sondern loszulassen und dem Leben & Universum zu vertrauen. Es ist nicht so, dass ich das nicht tue. Ich weiß, dass das Leben wundervoll und für uns ist. Ich bin absolut dankbar für die Zeit, die wir uns erspart haben. Ich bin eben einfach ziemlich ungeduldig ;).

Ich übe mich jetzt also erst einmal darin zu entspannen. Das ich das lernen muss, zeigt mir überhaupt erst einmal auf, wie ich durch meine letzten leistungsorientieren Jahre im Konzern geprägt wurde.

In diesem Sinne: Go with the flow & empire your mind,
Dori & Jan

PS: Wann es wohin als nächstes geht, wissen wir dementsprechend noch nicht :).

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