Impressions Video Angkor & was wir in Kambodscha gelernt haben

Hallo ihr mutigen und wunderschönen Menschen dort draußen, die gerade diese Zeilen lesen. Wir freuen uns, dass es euch gibt!

Wie ihr vielleicht wisst, verbringen wir die ersten drei Monate unserer Lebensreise in Thailand. Wir haben im Norden angefangen, sind von Bangkok nach Chiang Mai und haben von dort aus Ausflüge nach Chiang Rai und Pai unternommen.

Wie wir uns nach den ersten Tagen unsrer Lebensreise fühlten, könnt ihr hier nachlesen.

Von Chiang Mai sind wir dann schließlich nach Phuket geflogen, um die Fähre nach Koh Lanta zu nehmen. Dort verbrachten wir den gesamten Februar und somit auch meinen 30. Geburtstag. 

Bevor wir weiter nach Koh Phangan reisten, stand für uns erst einmal unser Trip nach Kambodscha an. Wir verbrachten insgesamt drei Nächte in Siem Reap, um uns die Stadt und natürlich Angkor Wat anzuschauen.

Wie uns Angkor gefiel…

Wir beide haben uns wirklich sehr gefreut Angkor Wat zu besichtigen und einen kleinen Eindruck von Kambodscha zu bekommen und was sollen wir sagen: Diese Tage waren einfach magisch! Auch, wenn wir voller Vorfreude waren, hätten wir nicht damit gerechnet, dass uns diese vielen Steine und Tempel so sehr in den Bann ziehen.

Wir können euch wirklich nur empfehlen Angkor ebenfalls einmal zu besichtigen und euch ausreichend Zeit dafür zu nehmen. Wir haben zwei ganze Tage für die kleine Tour, die große Tour, den Sonnenuntergang und den Sonnenaufgang eingeplant und würden dies jedem empfehlen, der mehr Tempel als nur die großen Tempel besichtigen möchte.

Bevor wir nach Kambodscha aufbrachen, haben wir uns auf der Seite „Visit Angkor“  über das Land, die Kultur und Angkor Wat informiert.

Bevor wir zu unseren Learnings aus unseren Tagen dort kommen, wollen mit euch erst einmal unsere visuellen Eindrücke teilen und freuen uns mit euch unser „Angkor Wat Impressions Video“ sowie einige Bilder zu teilen. 

ANGKOR WAT IMPRESSIONS VIDEO 

ANGKOR WAT BILDER

 

 

 

Was wir durch unseren Ausflug nach Angkor Wat lernten…

Wie gut es uns tat unsere „Koh Lanta Routine“ zu durchbrechen und wie wichtig es ist einfach mal etwas anders zu machen, darüber haben wir in unserer Podcastfolge „I want  to break free!“ bereits gesprochen.

(PS: Eine Übersicht all unserer Podcastfolgen findet ihr übrigens hier.)

Wir haben bei der Landung in Siem Reap eine Entscheidung für uns getroffen mit der wir gar nicht gerechnet hätten. Dazu bald mehr :).

Und auch die Tage in Kambodscha und Angkor haben uns einiges aufgezeigt und gelehrt.

Unsere drei größten Learnings sind:

1. Wie dankbar wir für alles sein können, was wir haben.

Ja Dankbarkeit ist und bleibt der Numero Uno Lifechanger.  Dankbar zu sein für das, was wir haben und es wirklich zu fühlen. Manchmal tendieren wir dazu uns über Kleinigkeiten zu beschweren oder immer nur darauf zu schauen, was uns fehlt. Und ja, auch uns passiert das hin und wieder. Wichtig ist es einfach nur zu merken, wenn wir im Jammertal sind und uns selbst DURCH unsere Gedanken wieder aus diesem heraus zu holen!

Wenn wir dankbar sind für das, was wir haben, also unseren ganzen Fokus darauf richten, „siegt“ das Gefühl der Fülle und wir fokussieren nicht das, was wir nicht haben, geben uns also nicht dem Mangel hin. Und wisst ihr was das BESTE ist: Konzentrieren wir uns auf das, was wir haben, ziehen dadurch mehr davon in unser Leben. Konzentrieren wir uns jedoch auf das, was uns fehlt/wir nicht haben wollen, nutzen wir unsere ganze Energie dafür dies zu manifestieren.

Integriert Dankbarkeit doch in euren Tagesablauf, bspw. in eure Morgenroutine (als ich den Blogbeitrag schrieb, war Dankbarkeit noch kein fester Bestandteil meiner Routine.. Inzwischen ist es das Erste, was ich am Morgen mache noch bevor ich meine Augen aufschlage und das Letzte woran ich am Abend denke.). Für Jan ist Dankbarkeit ein Teil seiner Morgenmeditation. Ihr könnt zu Beginn auch einfach erst einmal damit starten beim Zähneputzen im Kopf durchzugehen wofür ihr alles dankbar seid.

Warum wir das Gefühl der Dankbarkeit noch einmal intensiver in Kambodscha gefühlt haben?

Weil Kambodscha schlicht und ergreifend ein immer noch sehr armes Land ist.

„Kambodscha ist eines der ärmsten und am wenigsten entwickelten Länder der Welt. Fehlende Infrastruktur und die schlechte wirtschaftliche Lage verstärken die Probleme, mit denen das Land zu kämpfen hat. Den Massenmord der Roten Khmer, Mitte bis Ende der 70er Jahre, an 2 Millionen gebildeten Landsleuten (1/4 der Bevölkerung) hat einen großen geistigen und seelischen Verlust verursacht. Es gibt hier extrem wenige Menschen, die über 50 Jahre alt sind. Der Altersdurchschnitt liegt bei 21,7 Jahren.
Die traumatischen Folgen, als auch das Auslöschen der Bildungsschicht sind bis heute offensichtlich. Heute leben 40% der Kambodschaner unter der Armutsgrenze. Am härtesten trifft es die Kinder Kambodschas. Schon bei ihrer Geburt sind sie gefährdet – Kambodscha hat eine hohe Kindersterblichkeitsrate. In ihrem weiteren Leben bedrohen die Kinder: Durchfallerkrankungen, Malaria, Dengue-Fieber, HIV, Mangelernährung, Kinderprostitution und -handel. Fehlende oder für die Eltern nicht bezahlbare medizinische Versorgung und schulische Bildung lässt die Zukunft der Kinder sehr trüb aussehen.

(Quelle: http://www.chibodia.org/ueber-kambodscha/)

Ein weiteres Problem sind die Landminen in Kambodscha: Auch 26 Jahre nach Ende des zweiten Bürgerkriegs sollen noch sechs Millionen Minen unentdeckt im kambodschanischen Boden liegen.

„Nach Informationen des Cambodian Mine Action Center (CMAC) werden jährlich durchschnittlich 850 Menschen getötet. Niemand weiß genau, wie viele dabei verstümmelt werden und ihr weiteres Leben als Bettler fristen müssen. Da die durchschnittliche „Lebenserwartung“ eines vergrabenen Sprengsatzes mit 40 Jahren angegeben wird, ist die Gefahr besonders groß. Minen halten sich nicht an eine von Regierungen vereinbarte Waffenruhe.“

(Quelle: https://www.epochtimes.de/politik/welt/millionenfache-gefahr-durch-landminen-in-kambodscha-a790662.html)

Müssen wir noch mehr dazu sagen, warum wir alle dankbar dafür sein sollten, was wir haben?

2. Wie lecker es sein kann etwas Neues auszuprobieren.

Ja, manchmal kommt in Jan und mir eben doch noch die deutsche Mentalität hoch. Wir versuchen „essenstechnisch“ natürlich immer mal etwas Neues auszuprobieren, sind jedoch dennoch etwas vorsichtiger, was crazy Experimente angeht.

Durch Sattran, unseren Tuk Tuk Fahrer, haben wir jedoch drei neue Sachen ausprobiert, die wirklich unheimlich lecker waren. Was sagt uns das: Manchmal ist es eben schön, wenn eine Person uns an die Hand nimmt und einfach mal sagt „Du probierst das jetzt mal. Ist lecker!“ und du probierst es und denkst „Ja das ist es“.

Und solch eine Person ist natürlich nicht nur gut, wenn es ums Essen geht. Solch eine Person in seinem Umfeld zu haben, ist immer gut. Eine Person, die sagt: „Du machst das jetzt. Das wird gut!“ Auch schön ist es übrigens solch eine Person für anderen Menschen zu sein.

Was wir durch Sattran probierten:

  1. Zuckerrohrsaft: Überall am Straßenrand wird dieser verkauft. Das Zuckerrohr wird durch eine Presse gedrückt und der klebrig süße, unheimlich leckere, Saft fließt heraus. Dazu noch Eiswürfel in den Becher und das vegane Kaltgetränk ist angerichtet. Wir haben diesen Saft morgens um 9 Uhr getrunken nachdem wir – ohne die Nacht vorher geschlafen zu haben – von Phuket nach Siem Reap geflogen sind und mit Sattran am Straßenrand standen, da der Tuk Tuk einen Platten hatte. Darüber kann man sich aufregen oder man schlürft eben einfach einen Zuckerrohrsaft :).
  2. Palmzucker: „Kambodscha verfügt über große Waldflächen mit Palmen, welche Rohlieferant für verschiedene Produkte sind. Unter anderem der Palmzucker – er zählt mittlerweile zu den 10 wichtigsten Exportprodukten des Landes. Gewonnen wird er in Provinzen wie Kompong Chhang. Palmzucker ist nicht so süß wie herkömmlicher Zucker und schmeckt leicht nach Karamel. Ideal zum Abschmecken von Süßspeisen.“ (Quelle: https://www.visit-angkor.org/de/2012/06/12/suesses-kambodscha-palmzucker/). Den Palmzucker gibt es in ganz unterschiedlichen Varianten (pulverartig, klein gehackt, ….). Wir hatten in einer kleinen Büchse Palmzuckerstücke, die ähnlich aussahen, wie Toffifee (ohne Nuss und Schokoladenkleks). Unser „Ersatz-Toffifee“ versüßte uns die Tage in Angkor Wat und gab uns den notwendigen Energieschub, um den nächsten Tempel bei 38 Grad im Schatten zu besteigen.
  3. Gekochte Maiskolben: Auch diese werden überall am Straßenrand verkauft und sind ein super Snack für zwischendurch. Es ist nicht so als hätten wir vorher noch nie Maiskolben gegessen…nur sind wir irgendwie an diesen Ständen vorbei gegangen und freuen uns es mal ausprobiert und für extrem gut befunden zu haben.

3. Warum es so wichtig ist uns ein Denkmal zu bauen. 

Über dieses Learning haben wir uns unserem Instagram Post gesprochen.

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Angkor Wat wurde nicht an einem Tag gebaut 👨🏼‍🏭👩🏻‍🔧… • Und Rom auch nicht. Und auch ansonsten entsteht in der Regel nichts einfach so über Nacht 🙏🏼. • In den letzten zwei Tagen haben wir Angkor Wat besichtigt. Angkor What 🧐? • Der Tempel Angkor Wat ist ein Teil der 200 Quadratkilometern großen Gesamtanlage Angkor. Der Bau von Angkor Wat dauerte ca. 37 Jahre. Die Anlage wurde dem hinduistischen Gott Vishnu gewidmet. Nach der Zuwendung der Khmer zum Buddhismus erfolgte die Umwandlung des Vishnu-Heiligtum in ein buddhistisches "Wat". Im Jahr 1992 erklärte die UNSESCO Angkor Wat zum Weltkulturerbe. • Als wir in den letzten beiden Tagen die vielen Tempel besichtigten, waren wir nicht nur schweißnass geschwitzt (37 Grad, Staub, Sonne, tausend Stufen) sondern von (fast) jedem Tempel absolut überwältigt 😍. Angkor Wat ist mit nichts vergleichbar, was wir bislang gesehen haben. Denn nicht nur die Tempel sind atemberaubend. Dir ganze Atmosphäre in der gesamten Tempelanlage ist einfach einzigartig ✨. • Angkor Wat und alle weiteren Tempel zu errichten hat eins gebraucht: Einen Anfang. Und nachdem der erste Stein lag, ganz viel Durchhaltevermögen, Ausdauer und den unbedingten Willen etwas zu erschaffen 🙌🏼. Wenn Menschen vor uns mit sehr viel weniger Hilfsmitteln so etwas errichtet haben, dann schaffen wir doch auch so ziemlich alles. Oder? • Ich habe mich in Angkor jedenfalls ziemlich “klein“ gefühlt und das meine ich gar nicht negativ. Eher befreiend! Wenn es solch ein durch Menschenhand erschaffenes weltbekanntes Bauwerk schon gibt, dann muss ich so etwas ja gar nicht mehr erschaffen und kann mich ganz darauf konzentrieren in meinem Kosmos ein Denkmal zu erbauen 🙃😉. Ein Denkmal, welches für Liebe, Verständnis, Verantwortung, Entwicklung, Verwirklichung & Mut steht ❤️. • Wenn das Erschaffen also mal anstrengend wird, lasst uns immer daran denken: “Aus kleinem Anfang entspringen alle Dinge” (Cicero). Aus keinem Anfang entspricht nichts. Wir müssen nicht immer Steine durch die brütende Hitze tragen. Sondern oftmals nur die Verantwortung für unser Leben und Wirken in dieser Welt. Das kriegen wir doch gemeinsam hin ✨! • Empire your mind Dori & Jan

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Wie ihr seht, war unser Ausflug nach Kambodscha wirklich ziemlich inspirierend und hat wirklich sehr viel Spaß gemacht. Dennoch freuen wir uns wieder in Thailand zu sein, denn wir haben uns einfach komplett in dieses Land verliebt!

Wir hören und lesen uns ihr Lieben.

Empire your mind,

Dori & Jan

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