Podcastfolge zur #leom2019: Warum wir uns nicht nicht entwickeln können!

Podcastfolge zur #leom2019: Warum wir uns nicht nicht entwickeln können!

Hallo ihr Lieben,

vielleicht habt ihr es in einer unseren letzten Podcastfolgen oder hier auf dem Blog schon mitbekommen: Anfang Mai hat die #leom2019 gestartet.

In der kostenfreien „Let´s empire our mind (LEOM)“ Facebookgruppe haben sich knapp 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zusammengefunden, um gemeinsam mit uns die ersten Schritte auf der eigenen Entwicklungsreise zu gehen.

An den nächsten sechs Sonntagen wird jeweils eine LIVE Session mit uns stattfinden in der wir unsere Erfahrungen teilen, Impulse mitgeben sowie die Weekly Mind Sessions, eine kleine Übung von das Herz und den Kopf.

Auf den Wunsch unserer Instagram Community hin werden wir immer einen Insight (ein Zitat, eine Frage, einen Impuls etc.) aus den #leom2019 Session in einer kurzen, knackigen Podcastfolge teilen.

In der ersten dieser Folgen erfahrt ihr, was wir mit dem Satz „Du kannst dich nicht nicht entwickeln!“ meinen. Wir reden darüber, warum Entwicklung kein Wettrennen und vor allem kein Wettkampf (gegen sich selbst oder andere) ist und warum wir es für sinnvoller erachten auch mal einen Gang zurückzuschalten. Zudem teilen wir in dieser Folge auch die Weekly Mind Mission mit euch.

Die Podcastfolge findet ihr wie immer bei YouTube, Spotify, iTunes & Podigee.

Viel Spaß mit der Folge!

Empire your mind,

Dori & Jan

Unser Vietnam-Trip vom Süden in den Norden in sechs Minuten!

Unser Vietnam-Trip vom Süden in den Norden in sechs Minuten!

Hallöchen ihr Lieben,

habt ihr Lust in gut sechs Minuten mit uns vom Süden in den Norden von Vietnam zu reisen? Dann haben wir etwas für euch: Nämlich drei Vietnam Impressions Videos! Zudem schildern wir noch kurz & knapp unsere Eindrücke von den einzelnen Städten.


Im ersten Videonehmen wir euch mit durch Ho Chi Minh, Mekong Delta und Quy Nhon.

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Ho Chi Minh

Wuselig, wuseliger, Ho Chi Minh! Was für ein Verkehr. Mopeds. Überalle Mopeds. Auch auf den Fußgängerwegen. Irre! Das Überqueren der Straße war somit schon ein Abenteuer für sich.

Ansonsten hat uns Ho Chi Minh ziemlich gut gefallen. Eine ziemlich vielseitige Großstadtflair. Von Moscheen, über Tempel und Kirchen, hinzu super modernen Gebäuden, verfallenen Häusern, historischen Bauten, Luxusrestaurants, Streetfood-Ständen. Ho Chi Minh bietet für jeden etwas. Vor allem der District 1 ist das (touristische) Zentrum von Ho Chi Minh. In diesem District haben wir die letzten Nächte unseres Aufenthalts verbracht und wir können es euch nur empfehlen euch im District 1 eine Unterkunft zu suchen, da einfach alles super schnell zu erreichen ist.

Die ersten Tage in Ho Chi Minh waren wir in einem Hostel im District 10. Einem District, der touristisch weniger erschlossen ist, wir also richtig aufgefallen sind. Blonde Frau, Mann mit Bart. Wir waren wirklich die Attraktion. Als wir in uns in einer Drogerie eine neue Zahnpasta kaufen wollten, waren alle Verkäuferinnen wie erstarrt, haben getuschelt und gekichert und haben heimlich Fotos geschossen. Das war ziemlich skuril, aber irgendwie auch total süß und nicht unangenhem.

Wer sich also einmal wie ein Star fühlen möchte, sollte hier her kommen ;).

Was noch für den District 10 spricht: Das super gute & günstige Streetfood. Wir haben einen vegetarischen Streetfood-Stand gefunden, wo jedes Gericht umgerechnet nur 1 – 1,5 Euro gekostet hat. Wahnsinn! Wir haben geschlemmt wie die Könige und dafür kaum etwas bezahlt. Für dieses Preis-Leistungsverhältnis muss man dann eben auch die rein vietnamesischen Karten in Kauf nehmen und einfach auf die Köchin vetrauen, dass sie aus dem „something with rice“ etwas Gutes zaubert. Und das hat hervorragend geklappt.

Mekong Delta

Das Mekong Delta haben wir in einer eintägigen Tour entdeckt, die – zugegebenermaßen – schon ziemlich touristisch war und teilweise ein wenig an eine Kaffeefahrt erinnert hat. Es war trotzdem schön und hat viel Spaß gemacht! Das Mekong Delta ist wirklich nett anzusehen, hat uns jedoch nicht so beeindruckt, wie wir es anfangs vermutet haben.

Quy Nhon

Oh, Quy Nhon. Eine irgendwie sehr außergewöhnliche Stadt. Denn diese ist touristisch noch nicht so sehr erschlossen, dass wir hier wieder einmal das „Ho Chi Minh“ Phänomen beobachten konnten: Große, dunkle Augen, die uns anschauen! Als wir einmal in einem Supermarkt an der Kasse standen, habe ich mich umgedreht und es haben fast alle Personen, die in den fünf Schlangen hinter uns standen, ihren Blick auf uns gerichtet. Das war wirklich witzig!

Als wir uns allerdings am ersten Tag an den Strand legen wollten, hat es sich etwas komisch angefühlt so angeschaut zu werden. Wir waren Fehl am Platz, sodass wir diesem Strand auch keinen Besuch mehr abgestatt und uns für einen andere Alternative entschieden haben. Der Host unsers Hostels Lyn hat noch ein zweites Hostel in Quy Nhon und empfahl uns mit dem Taxi zum Strand dort zu fahren. Beste Entscheidung! Wir waren fast allein dort.

Kulinarisch hatte Quy Nhon zudem ebenfalls einiges zu bieten: In unserem Hostel gab es den besten Coconut Kaffee! In ganz Vietnam haben wir keinen vergleichbar gut schmeckenden Coconut Kaffee mehr gefunden. Und wir haben viiiiiele probiert :)! Der Kaffee von Han, der Frau von Lyn, war wahrscheinlich so gut zubereitet, da sie auf einer Kaffee-Farm aufgewachsen ist und einfach wusste, wie es funktioniert. Ansonsten haben wir an zwei aufeinaderfolgenden Tag noch in ein und demselben Streetfood-Lokal gegessen: Vietnamsiche Pancakes! Herzhafte Pancakes (super fettig und daher super lecker), die mit der Schere in kleine Stücke geschnitten und dann zusammen mit Salat in Reispapier gerollt und gegessen werden. So so so lecker!! Preis pro Person: Unschlagbare 1 – 2 Euro.

Singt ihr leidenschaftlich gerne Karaoke? Dann seid ihr in Vietnam, und vor allem in Quy Nhon, an der richtigen Adresse. Wir haben so viele Karaoke-Bars gesehen. Oft standen Männer mit einem Plastikblumenstrauß auf der Bühne und haben Lieder (mit welchem Inhalt auch immer) zum Besten gegeben.


Mit dem zweiten Impressions-Video gibt es zwei Minuten Hoi An und Hue Vibes!

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Hoi An

Von Quy Nhon sind wir mit dem Zug nach Da Nang gefahren, um dann den Public Bus nach Hoi An zu nehmen. Und was sollen wir sagen? Hoi An kam, wir sahen und die Stadt siegte….oder besser gesagt punktete: Mit all den bunten Wimpeln, Fahnen und Lichtern wirkt – vor allem die Altstadt – von Hoi An einfach wunderschön.

Die ersten Nächte haben wir etwas außerhalb dieser und dafür mit Nähe zu den tollen Reisfeldern und Stränden verbracht. Für die letzte Nacht sind wir dann noch einmal in ein Hostel in die Altstadt gezogen.

In Hoi An hätten wir super gerne noch einige Tage mehr verbracht, da man tatsächlich alles hat. Natur, Strand, Sonne, Meer, kleine Lädchen, eine nette (wenn auch touristische) Einkaufsmeile und eine Menge guter Cafés!

Als kleinen Tagesausflug haben wir übrigens die Golden Bridge sowie den angrenzen „Freitzeitpark“ besucht. Die Brücke ist nur durch eine halbstündige Seilbahnfahrt zu erreichen, die sicherlich eines der Highlights der Reise war. Besonders die Fahrt am Abend zurück ins Tal wird uns immer im Gedächtnis bleiben, da es bereits ganz dunkel war, in der Kabine leise Musik spielte, über uns der Sternenhimmel und unter uns der vietnamesiche Wald war. Solche Momente bleiben ganz tief im Herzen!

Hue

Schweren Herzens verabschiedeten wir uns von Hoi An und nahmen DEN Zug nach Hue. Wenn zu einer Zugfahrt in Vietnam geraten wird, dann ist damit die Strecke von Hoi An nach Hue gemeint: ZU RECHT! Wenn ihr euch einen Platz auf der rechten Seite bucht, dann erwartet euch eine wahnsinnige schöne Aussicht aus dem Zug. Grün, grün, grün – blau! Die Vegetation und das Meer ergeben in der Kombination ein echtes Schauspiel. So wunderschön!

Wunderschön empfanden wir im Gegensatz dazu die Stadt Hue nicht. Vorrangig haben wir diesen Stop eingeplant, um uns die Zitadelle anzuschauen, was wir auch gemacht haben. Die Zitadelle ist wirklich schön anzusehen, wenn es auch sehr warm ist zur Mittagszeit….als wir dort ankamen. Das war sicherlich nicht die schlauste Idee von uns ;). Uns hat es vollkommen gereicht in Hue zwei Nächte zu verbringen, da uns eine Sache wirklich sehr unangenehm aufgefallen ist: Jan wurde zu jeder Tageszeit und überall angesprochen, bei Tag und Nacht, ob er Drogen kaufen möchte und irgendwie hat dies auf unsere ganze Wahrnehmung der Stadt abgefärbt.


Im dritten und letzten Video nehmen wir euch mit in die Hauptstadt Hanoi und in die Halong Bay.

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Hanoi

Bei einer Reise durch Vietnam darf der Besuch der Hauptstadt natürlich nicht fehlen. Schon alleine deshalb nicht, da wir – um unser e-Visum zu beantragen – den Weiterflug-Flughafen angeben mussten.

Und wir sind wirklich super happy, dass wir uns haben Hanoi nicht entgehen lassen. Im Gegensatz zu Ho Chi Minh ist alles etwas relaxter…auch, wenn hier ebenfalls unheimlich viele Mopdes unterwegs sind. Dennoch fühlten wir uns hier etwas aufgehobener und wohler.

Es macht einfach Spaß durch die Straßen zu bummeln, die Lädchen zu entdecken, Kaffee zu trinken, die Zeit zu genießen und zu ESSEN. Vor allem das landestypsische Fast-Food Bahn Mi hat es uns einfach angetan: Baguette, gefüllt mit Rohkost, Soße und optional Pilzen, Tofu und und und. Einfach nur lecker. Kosten für ein Bahn Mi = 1 Euro.

Wir haben jedoch nicht nur gegessen und Kaffee getrunken (auch wenn dies schon zu unseren Hauptaktivtäten gehörte :D)! Für umgerechnet 3 Euro holten wir uns ein Ticket für das Wasserpuppentheater geholt. Diese Spielart gibt es nur in Vietnam. Wir haben kein Wort verstanden und trotzdem war es super leicht der Geschichte zu folgen. Eine absolute Empfehlung! Nehmt euch jedoch eine kleine Jacke, eine lange Hoste, Handschuhe, einen Wintermantel, Mütze und vielleicht auch einen Schal mit. Dann sollte es so einigermaßen gehen mit der Klimaanlage ;).

Halong Bay

Die Halong Bay. Wenn wir über alle Ausflüge so viel nachgedacht, recherchiert und diskutiert hätten, wie über unseren Trip in die Halong Bay wären wir wohl noch nicht in Kuala Lumpur. Da Jan und ich gemeinsam mit drei Freundinnen durch Vietnam gereist sind, gab es fünf Meinungen zur Halong Bay. Nach langer Recherche und intensiver Suche sind wir dank Jan und Conny auf die Touren von Catbadventure von Mr. Thung gestoßen. Ebefalls eine Empfehlung aus dem Lonely Planet und wir haben damit wirklich alles richtig gemacht.

Wir haben zwei Tage auf einem kleinen Schiff verbracht, sind Kayak gefahren und durch die Halong Bay geschippert. Die Stimmung an Board war super, das Essen reichlich, der Guide zuvorkommend und die Truppe von insgesamt acht Personen einfach witzig. Der Ausflug zur Halong Bay war von vorne bis hinten perfekt!


Wir sind ganz ohne Erwartungen nach Vietnam gereist und haben das Land innerhalb der 2,5 Wochen wirklich ins Herz geschlossen. Auf kleinen roten Plastikstühlen zu essen ist einfach irgendwie cool, der vietnamesiche Kaffee ist ein Traum, die Vielfalt des Landes ist beeindruckend.

Auch, wenn Vietnam nicht an unser geliebtes Thailand herankommt (da wir die Menschen als etwas weniger herzlich empfanden und der Umgang mit Abfall etwas fragwürdig ist), ist es dennoch eine super Idee Vietnam zu bereisen. Die Vielfältigkeit, die guten Verkehrsanbindungen, das leckere Essen und das Preis-Leistungs-Verhältnis machen das Land eben zu einem wunderschönen Fleck Erde in Südostasien.

Wir hoffen euch hat diese kleine Reise mit uns durch Vietnam gefallen :). Wenn ihr noch weitere Fragen habt, dann beantworten wir diese sehr gerne.

Liebste Grüße aus Kuala Lumpur & empire your mind,

Dori & Jan

Impressions Video Angkor & was wir in Kambodscha gelernt haben

Impressions Video Angkor & was wir in Kambodscha gelernt haben

Hallo ihr mutigen und wunderschönen Menschen dort draußen, die gerade diese Zeilen lesen. Wir freuen uns, dass es euch gibt!

Wie ihr vielleicht wisst, verbringen wir die ersten drei Monate unserer Lebensreise in Thailand. Wir haben im Norden angefangen, sind von Bangkok nach Chiang Mai und haben von dort aus Ausflüge nach Chiang Rai und Pai unternommen.

Wie wir uns nach den ersten Tagen unsrer Lebensreise fühlten, könnt ihr hier nachlesen.

Von Chiang Mai sind wir dann schließlich nach Phuket geflogen, um die Fähre nach Koh Lanta zu nehmen. Dort verbrachten wir den gesamten Februar und somit auch meinen 30. Geburtstag. 

Bevor wir weiter nach Koh Phangan reisten, stand für uns erst einmal unser Trip nach Kambodscha an. Wir verbrachten insgesamt drei Nächte in Siem Reap, um uns die Stadt und natürlich Angkor Wat anzuschauen.

Wie uns Angkor gefiel…

Wir beide haben uns wirklich sehr gefreut Angkor Wat zu besichtigen und einen kleinen Eindruck von Kambodscha zu bekommen und was sollen wir sagen: Diese Tage waren einfach magisch! Auch, wenn wir voller Vorfreude waren, hätten wir nicht damit gerechnet, dass uns diese vielen Steine und Tempel so sehr in den Bann ziehen.

Wir können euch wirklich nur empfehlen Angkor ebenfalls einmal zu besichtigen und euch ausreichend Zeit dafür zu nehmen. Wir haben zwei ganze Tage für die kleine Tour, die große Tour, den Sonnenuntergang und den Sonnenaufgang eingeplant und würden dies jedem empfehlen, der mehr Tempel als nur die großen Tempel besichtigen möchte.

Bevor wir nach Kambodscha aufbrachen, haben wir uns auf der Seite „Visit Angkor“  über das Land, die Kultur und Angkor Wat informiert.

Bevor wir zu unseren Learnings aus unseren Tagen dort kommen, wollen mit euch erst einmal unsere visuellen Eindrücke teilen und freuen uns mit euch unser „Angkor Wat Impressions Video“ sowie einige Bilder zu teilen. 

ANGKOR WAT IMPRESSIONS VIDEO 

ANGKOR WAT BILDER

 

 

 

Was wir durch unseren Ausflug nach Angkor Wat lernten…

Wie gut es uns tat unsere „Koh Lanta Routine“ zu durchbrechen und wie wichtig es ist einfach mal etwas anders zu machen, darüber haben wir in unserer Podcastfolge „I want  to break free!“ bereits gesprochen.

(PS: Eine Übersicht all unserer Podcastfolgen findet ihr übrigens hier.)

Wir haben bei der Landung in Siem Reap eine Entscheidung für uns getroffen mit der wir gar nicht gerechnet hätten. Dazu bald mehr :).

Und auch die Tage in Kambodscha und Angkor haben uns einiges aufgezeigt und gelehrt.

Unsere drei größten Learnings sind:

1. Wie dankbar wir für alles sein können, was wir haben.

Ja Dankbarkeit ist und bleibt der Numero Uno Lifechanger.  Dankbar zu sein für das, was wir haben und es wirklich zu fühlen. Manchmal tendieren wir dazu uns über Kleinigkeiten zu beschweren oder immer nur darauf zu schauen, was uns fehlt. Und ja, auch uns passiert das hin und wieder. Wichtig ist es einfach nur zu merken, wenn wir im Jammertal sind und uns selbst DURCH unsere Gedanken wieder aus diesem heraus zu holen!

Wenn wir dankbar sind für das, was wir haben, also unseren ganzen Fokus darauf richten, „siegt“ das Gefühl der Fülle und wir fokussieren nicht das, was wir nicht haben, geben uns also nicht dem Mangel hin. Und wisst ihr was das BESTE ist: Konzentrieren wir uns auf das, was wir haben, ziehen dadurch mehr davon in unser Leben. Konzentrieren wir uns jedoch auf das, was uns fehlt/wir nicht haben wollen, nutzen wir unsere ganze Energie dafür dies zu manifestieren.

Integriert Dankbarkeit doch in euren Tagesablauf, bspw. in eure Morgenroutine (als ich den Blogbeitrag schrieb, war Dankbarkeit noch kein fester Bestandteil meiner Routine.. Inzwischen ist es das Erste, was ich am Morgen mache noch bevor ich meine Augen aufschlage und das Letzte woran ich am Abend denke.). Für Jan ist Dankbarkeit ein Teil seiner Morgenmeditation. Ihr könnt zu Beginn auch einfach erst einmal damit starten beim Zähneputzen im Kopf durchzugehen wofür ihr alles dankbar seid.

Warum wir das Gefühl der Dankbarkeit noch einmal intensiver in Kambodscha gefühlt haben?

Weil Kambodscha schlicht und ergreifend ein immer noch sehr armes Land ist.

„Kambodscha ist eines der ärmsten und am wenigsten entwickelten Länder der Welt. Fehlende Infrastruktur und die schlechte wirtschaftliche Lage verstärken die Probleme, mit denen das Land zu kämpfen hat. Den Massenmord der Roten Khmer, Mitte bis Ende der 70er Jahre, an 2 Millionen gebildeten Landsleuten (1/4 der Bevölkerung) hat einen großen geistigen und seelischen Verlust verursacht. Es gibt hier extrem wenige Menschen, die über 50 Jahre alt sind. Der Altersdurchschnitt liegt bei 21,7 Jahren.
Die traumatischen Folgen, als auch das Auslöschen der Bildungsschicht sind bis heute offensichtlich. Heute leben 40% der Kambodschaner unter der Armutsgrenze. Am härtesten trifft es die Kinder Kambodschas. Schon bei ihrer Geburt sind sie gefährdet – Kambodscha hat eine hohe Kindersterblichkeitsrate. In ihrem weiteren Leben bedrohen die Kinder: Durchfallerkrankungen, Malaria, Dengue-Fieber, HIV, Mangelernährung, Kinderprostitution und -handel. Fehlende oder für die Eltern nicht bezahlbare medizinische Versorgung und schulische Bildung lässt die Zukunft der Kinder sehr trüb aussehen.

(Quelle: http://www.chibodia.org/ueber-kambodscha/)

Ein weiteres Problem sind die Landminen in Kambodscha: Auch 26 Jahre nach Ende des zweiten Bürgerkriegs sollen noch sechs Millionen Minen unentdeckt im kambodschanischen Boden liegen.

„Nach Informationen des Cambodian Mine Action Center (CMAC) werden jährlich durchschnittlich 850 Menschen getötet. Niemand weiß genau, wie viele dabei verstümmelt werden und ihr weiteres Leben als Bettler fristen müssen. Da die durchschnittliche „Lebenserwartung“ eines vergrabenen Sprengsatzes mit 40 Jahren angegeben wird, ist die Gefahr besonders groß. Minen halten sich nicht an eine von Regierungen vereinbarte Waffenruhe.“

(Quelle: https://www.epochtimes.de/politik/welt/millionenfache-gefahr-durch-landminen-in-kambodscha-a790662.html)

Müssen wir noch mehr dazu sagen, warum wir alle dankbar dafür sein sollten, was wir haben?

2. Wie lecker es sein kann etwas Neues auszuprobieren.

Ja, manchmal kommt in Jan und mir eben doch noch die deutsche Mentalität hoch. Wir versuchen „essenstechnisch“ natürlich immer mal etwas Neues auszuprobieren, sind jedoch dennoch etwas vorsichtiger, was crazy Experimente angeht.

Durch Sattran, unseren Tuk Tuk Fahrer, haben wir jedoch drei neue Sachen ausprobiert, die wirklich unheimlich lecker waren. Was sagt uns das: Manchmal ist es eben schön, wenn eine Person uns an die Hand nimmt und einfach mal sagt „Du probierst das jetzt mal. Ist lecker!“ und du probierst es und denkst „Ja das ist es“.

Und solch eine Person ist natürlich nicht nur gut, wenn es ums Essen geht. Solch eine Person in seinem Umfeld zu haben, ist immer gut. Eine Person, die sagt: „Du machst das jetzt. Das wird gut!“ Auch schön ist es übrigens solch eine Person für anderen Menschen zu sein.

Was wir durch Sattran probierten:

  1. Zuckerrohrsaft: Überall am Straßenrand wird dieser verkauft. Das Zuckerrohr wird durch eine Presse gedrückt und der klebrig süße, unheimlich leckere, Saft fließt heraus. Dazu noch Eiswürfel in den Becher und das vegane Kaltgetränk ist angerichtet. Wir haben diesen Saft morgens um 9 Uhr getrunken nachdem wir – ohne die Nacht vorher geschlafen zu haben – von Phuket nach Siem Reap geflogen sind und mit Sattran am Straßenrand standen, da der Tuk Tuk einen Platten hatte. Darüber kann man sich aufregen oder man schlürft eben einfach einen Zuckerrohrsaft :).
  2. Palmzucker: „Kambodscha verfügt über große Waldflächen mit Palmen, welche Rohlieferant für verschiedene Produkte sind. Unter anderem der Palmzucker – er zählt mittlerweile zu den 10 wichtigsten Exportprodukten des Landes. Gewonnen wird er in Provinzen wie Kompong Chhang. Palmzucker ist nicht so süß wie herkömmlicher Zucker und schmeckt leicht nach Karamel. Ideal zum Abschmecken von Süßspeisen.“ (Quelle: https://www.visit-angkor.org/de/2012/06/12/suesses-kambodscha-palmzucker/). Den Palmzucker gibt es in ganz unterschiedlichen Varianten (pulverartig, klein gehackt, ….). Wir hatten in einer kleinen Büchse Palmzuckerstücke, die ähnlich aussahen, wie Toffifee (ohne Nuss und Schokoladenkleks). Unser „Ersatz-Toffifee“ versüßte uns die Tage in Angkor Wat und gab uns den notwendigen Energieschub, um den nächsten Tempel bei 38 Grad im Schatten zu besteigen.
  3. Gekochte Maiskolben: Auch diese werden überall am Straßenrand verkauft und sind ein super Snack für zwischendurch. Es ist nicht so als hätten wir vorher noch nie Maiskolben gegessen…nur sind wir irgendwie an diesen Ständen vorbei gegangen und freuen uns es mal ausprobiert und für extrem gut befunden zu haben.

3. Warum es so wichtig ist uns ein Denkmal zu bauen. 

Über dieses Learning haben wir uns unserem Instagram Post gesprochen.

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Angkor Wat wurde nicht an einem Tag gebaut 👨🏼‍🏭👩🏻‍🔧… • Und Rom auch nicht. Und auch ansonsten entsteht in der Regel nichts einfach so über Nacht 🙏🏼. • In den letzten zwei Tagen haben wir Angkor Wat besichtigt. Angkor What 🧐? • Der Tempel Angkor Wat ist ein Teil der 200 Quadratkilometern großen Gesamtanlage Angkor. Der Bau von Angkor Wat dauerte ca. 37 Jahre. Die Anlage wurde dem hinduistischen Gott Vishnu gewidmet. Nach der Zuwendung der Khmer zum Buddhismus erfolgte die Umwandlung des Vishnu-Heiligtum in ein buddhistisches "Wat". Im Jahr 1992 erklärte die UNSESCO Angkor Wat zum Weltkulturerbe. • Als wir in den letzten beiden Tagen die vielen Tempel besichtigten, waren wir nicht nur schweißnass geschwitzt (37 Grad, Staub, Sonne, tausend Stufen) sondern von (fast) jedem Tempel absolut überwältigt 😍. Angkor Wat ist mit nichts vergleichbar, was wir bislang gesehen haben. Denn nicht nur die Tempel sind atemberaubend. Dir ganze Atmosphäre in der gesamten Tempelanlage ist einfach einzigartig ✨. • Angkor Wat und alle weiteren Tempel zu errichten hat eins gebraucht: Einen Anfang. Und nachdem der erste Stein lag, ganz viel Durchhaltevermögen, Ausdauer und den unbedingten Willen etwas zu erschaffen 🙌🏼. Wenn Menschen vor uns mit sehr viel weniger Hilfsmitteln so etwas errichtet haben, dann schaffen wir doch auch so ziemlich alles. Oder? • Ich habe mich in Angkor jedenfalls ziemlich “klein“ gefühlt und das meine ich gar nicht negativ. Eher befreiend! Wenn es solch ein durch Menschenhand erschaffenes weltbekanntes Bauwerk schon gibt, dann muss ich so etwas ja gar nicht mehr erschaffen und kann mich ganz darauf konzentrieren in meinem Kosmos ein Denkmal zu erbauen 🙃😉. Ein Denkmal, welches für Liebe, Verständnis, Verantwortung, Entwicklung, Verwirklichung & Mut steht ❤️. • Wenn das Erschaffen also mal anstrengend wird, lasst uns immer daran denken: “Aus kleinem Anfang entspringen alle Dinge” (Cicero). Aus keinem Anfang entspricht nichts. Wir müssen nicht immer Steine durch die brütende Hitze tragen. Sondern oftmals nur die Verantwortung für unser Leben und Wirken in dieser Welt. Das kriegen wir doch gemeinsam hin ✨! • Empire your mind Dori & Jan

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Wie ihr seht, war unser Ausflug nach Kambodscha wirklich ziemlich inspirierend und hat wirklich sehr viel Spaß gemacht. Dennoch freuen wir uns wieder in Thailand zu sein, denn wir haben uns einfach komplett in dieses Land verliebt!

Wir hören und lesen uns ihr Lieben.

Empire your mind,

Dori & Jan

Die ersten Tage unserer Lebensreise – so geht es uns!

Die ersten Tage unserer Lebensreise – so geht es uns!

Auch, wenn diese natürlich schon viel eher begonnen hat.

Nach fünf Monaten Planung ist es soweit. Wir sind angekommen. Beziehungsweise gelandet. „Angekommen“ sind wir noch lange nicht. Darum geht es ja auch nicht.
Unsere ersten zwei Tage haben wir in Bangkok verbracht.

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Es heißt entweder liebt man diese Stadt oder eben nicht. Bei uns trifft letzteres zu. Auch, wenn wir ihr durchaus irgendwann nochmal eine Chance geben werden. Vielleicht nicht auf dieser Reise, sondern auf einer anderen. Denn was uns in Bangkok bewusst wurde ist, dass wir das was wir dort fanden nicht suchten. Ruhe!

Zu viel Trubel, zu viel Hektik, zu viel Autos, zu viel Smog. Ich bin selbst erstaunt, wie wenig ich mich inzwischen von Städten angezogen fühle. Ich entdecke immer mehr mein Herz für die Natur! Als wir am Ende unseres Aufenthalts mit dem Nachtbus nach Chiang Mai fuhren, machten wir Rast. Als ich aus dem Bus ausstieg, hörte ich Geräusche: Von Insekten und Vögeln. Dort war sie wieder. Die Natur. Ein paar Kilometer von Betonklötzen und riesigen Kaufhäusern entfernt.

Gerade sitzen wir in Chiang Mai in einem kleinen Park. Jan schneidet das Video, welches ihr unten findet und ich schreibe diese Zeilen über unsere ersten Tage auf unsere Lebensreise. Wir wurden bereits auf instagram gefragt, wie unser erster Eindruck ist, sodass ich natürlich gerne an diesem teilhaben lasse.

Folgt ihr uns noch nicht auf Instagram? Dann schaut gerne einmal vorbei. Dort gibt es tägliche Impulse, Bilder und Stories.

Dann beginnen wir mal….

Wie ist es?

Komplett anders und ja, man vergisst tatsächlich die Wochentage. Irgendwie rechnen wir eher in Übernachtungen. Zwei Übernachtungen in diesem Hostel, drei Übernachtungen in jenem. Momentan fühlt es sich jedoch eher nach Urlaub an. Ich kann mir immer noch nicht vorstellen, dass wir jetzt mehrere Monate unterwegs sein werden. Das finde ich immer noch verrückt.

Was Thailand, wie immer geschafft hat, ist es uns in eine ganz andere Welt zu katapultieren. Das „normale“ Leben in Deutschland ist super weit weg. Das gleiche Phänomen habe ich tatsächlich schon immer während meiner letzten Urlaube hier wahrgenommen. Es war also definitiv die richtige Entscheidung direkt hierher zu fliegen bevor wir die anderen Länder erkunden. Auf dem Plan stehen noch Kambodscha, Vietnam, Bali und dann schauen wir mal, welche Passkontrolle wir noch durchqueren werden. Wollt ihr als auch mal solche eine Reise planen, wäre unsere Empfehlung also wirklich in einem euch bekannten Land zu starten in dem ihr euch wohlfühlt.

Wir würden beim nächsten Mal jedoch nicht mehr in Bangkok starten. Wie ich oben schon schrieb, hat uns die Stadt irgendwie nicht gecatsht. Sie ist sicherlich sehr beeindruckend, allerdings einfach zu unruhig. Und da wir gerne zu Fuß gehen, unter anderem auch um Geld zu sparen, war Bangkok einfach zu groß für uns.
Dennoch haben wir natürlich auch tolle Ecken und Dinge gesehen. Schaut euch einfach gerne mal das kurze Video an.

Wie gefällt uns Chiang Mai?

Wir lieben es und haben uns dafür entschieden mindestens sechs Tage hierzubleiben. Die Stadt ist überschaubar und hat sich absolut auf Backpacker eingestellt. Überall gibt es schnuckelige Lokale mit Wlan, frischen Säften und (veganem) Essen.
Die Nachtmärkte am Abend laden zum Bummeln ein und die kleinen Bars zum „Feierabendbier“.

Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist unschlagbar. Frische Säfte in einem Restaurant kosten um die maximal 80 Baht (2 Euro), am Straßenrand gibt es diese schon für 30 Baht (80 Cent). Im Hannover Hauptbahnhof bezahle ich mindestens 3,70 Euro für einen viel kleineren Becher. Das ist echt ziemlich cool. Sich gesund und ausgewogen zu ernähren, funktioniert hier also super und bislang freuen wir uns immer noch seeehr auf das nächste Thai-Essen.

Haben wir alles eingepackt?

Bislang fehlt uns nicht viel und ich habe auch nicht das Gefühl, dass wir unnötiges Zeug im Rucksack haben. Ein Mittel gegen Mückenstiche hätte der Reiseapotheke noch ganz gut getan, jedoch gibt es dieses auch hier zu kaufen. Wenn ihr einmal schauen wollt, was es so in unseren Rucksack geschafft hat, dann kann ich euch unser Packvideo sehr ans Herz legen.

Wie kommen wir mit unserem Geld aus?

Wir schreiben ganz brav jede Ausgabe auf. Damit wir nicht das Gefühl haben nur Geld auszugeben und nichts einzunehmen, hat Jan eine Exceltabelle erstellt, die Einnahmen „vortäuscht“. Was das konkret heißt? Wenn wir unser tägliches Budget von 30 Euro pro Person (inkl. Unterkunft und Transfer, exklusive Flüge) übersteigen, hatten wir wirkliche Ausgaben. 30 Euro haben wir ja sowieso für jeden Tag geplant. Dieses Geld ist also keine Ausgabe. Wenn wir unter unserem Budget liegen, ist es eine Einnahme. Unsere Excel mit den schönen Formeln zeigt uns jeden Tag auf, wie es um unsere Finanzen steht. Es ist nach den ersten Tagen dennoch schwer zu sagen, ob wir gut aushalten oder nicht. Ein Fazit ziehen wir nach dem ersten Monat. Generell ist jedoch zu sagen, dass wir in der Regel mit den 30 Euro am Tag gut auskommen, jedoch auch nicht wesentlich darunter liegen.

Was genießen wir am meisten?

Zeit zu haben. Auch, wenn diese hier genauso schnell vergeht, wie zu Hause auch. Dennoch können wir jeden Tag entscheiden, wie wir diesen gestalten. Momentan erkunden wir einfach jeden Tag Chiang Mai, verfolgen einige Projekte, entspannen, lesen und erzählen. Wir können nicht wirklich nicht meckern . Allerding bin ich noch nicht im Flow. Hier mal ein Text, den ich letztens bei Instagram gepostet habe….dieser beschreibt sehr gut, was ich meine:

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So viel anders & doch so viel gleich… • Wir haben Bangkok geschafft. Bangkok hat uns geschafft 😉. Wir sind einfach drauf los und haben die Stadt auf uns wirken lassen. Zu Fuß sind wir ganz viele kleine und große Straßen abgelaufen, haben gegessen, gestaunt, geredet und unheimlich viele Eindrücke gesammelt. Bangkok ist wirklich eine enorm aufregende Stadt. Zu aufregend für uns…von daher haben wir uns entschieden bereits morgen (am Mittwoch) nach Chiang Mai weiterzureisen. Chiang Mai ist kleiner, überschaubarer, hipp, trotzdem sehr kulturell und eben ruhiger. Wir haben heute beide gemerkt, dass wir so viel Trubel derzeit nicht brauchen. Eigentlich möchten wir einfach Zeit haben…um zu lesen, Podcasts aufzunehmen und über unsere Zukunft zu brainstormen, uns mit Menschen auszutauschen, die Natur & Kultur zu genießen, Sport zu machen 💁🏼‍♀️…. Von daher fahren wir 11 Stunden mit dem Nachtbus nach Chiang Mai und kommen am Donnerstagmorgen um 7 Uhr an. Auch, wenn wir Ann und Kom, unsere Gasteltern, ziemlich vermissen werden 🥰. Die beiden sind einfach so unheimlich lieb. Als wir vorhin wiedergekommen sind, haben sie uns gefragt, ob wir ein Foto zusammen machen können. Daraus haben sie dann gleich noch ein Video zusammengestellt (siehe Story). ❤️ • Eine Sache ist mir auf unserer Lebensreise übrigens heute morgen schon mehr als bewusst geworden: Es ist egal wohin wir gehen! Wir gehen mit uns. Das heißt wir nehmen auch all unsere Gefühle und Gedanken mit. Wenn wir glauben, dass wir uns schon besser fühlen werden sobald dieses oder jenes Ereignis eintritt, liegen wir falsch. Wir müssen im heute glücklich sein…mit uns! Ich habe heute morgen während der Meditation die gleichen Glücksgefühle gespürt, die ich auch zu Hause habe, wenn ich meine Zukunft visualisiere. Allerdings habe ich auch die gleiche Getriebenheit wahrgenommen Dinge erledigen zu müssen. • Lasst uns damit beginnen uns wieder bei uns zu Hause zu fühlen. Denn nur, wenn wir ein schönes zu Hause haben, kommen auch gerne Gäste zu uns. Ann’s und Kom’s zu Hause ist in jedem Fall wunderschön 💕. • Empire your mind ✨, Dori & Jan

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Vermissen wir etwas?

Nein. Ich denke oft an meine Familie und meine Freunde, da ich jedoch weiß, dass es allen gut geht, sind das alles sehr positive Gedanken, die einfach von Liebe zeugen. Vielleicht noch mein Bett. Für mich ist das Schlafen hier schon eine kleine Herausforderung, da ich mich schnelle ekele. Jan gehts ähnlich. Wir schlagen uns jedoch sehr tapfer. Bei den Betten muss man sich einfach daran gewöhnen, dass die Matratzen oft mega hart und die Kopfkissen sehr hoch sind. Auf Grund dessen gibt es hier wahrscheinlich so gute günstige Massagen.

Was „nervt“ uns jetzt schon?

Eigentlich nichts. Natürlich müssen wir noch ein bisschen besser werden, wenn es um das Packen des Backpacks und die Organisation in kleinen Hostelzimmern geht. Wir sind eben noch keine erprobten Backpacker, aber Übung macht ja den Meister.

Wie weit sind wir, wenn es um das Finden unseres „Warum“ geht?

Jetzt kommen wir zum wohl spannendsten Teil des Artikels. Nämlich zu unserer persönlichen Weiterentwicklung. Wer uns schon länger verfolgt weiß, dass es bei unserer Reise nicht „nur“ um das Reisen geht. Wir nutzen diese sechs Monate, um unser „Warum“, unseren „Zweck der Existenz“ zu finden. Es ist eine Zeit der Neuorientierung und des Neubeginns. Jan und haben beide unseren Job gekündigt. Wenn wir wieder in Deutschland sind, sind wir also offiziell arbeitslos. Das ist natürlich kein Zustand der besonders lange so bleiben soll. Auf Grund dessen verspüre ich natürlich den Druck, dass hier etwas passieren „muss“ und ich Antworten auf meine Fragen bekomme. Dieser Druck ist allerdings ziemlich kontraproduktiv und durch viele Gespräche mit Jan versuchen ich diesen zu vermindern.

Ich bin ein absolut ehrgeiziger Mensch. Ich möchte meine Ziele erreichen und diese sind sehr hoch. Was ich jedoch brauche, ist Gelassen- und nicht Verbissenheit. Deswegen ist mein derzeutiges Learning erst einmal nicht etwas zu erreichen, sondern loszulassen und dem Leben & Universum zu vertrauen. Es ist nicht so, dass ich das nicht tue. Ich weiß, dass das Leben wundervoll und für uns ist. Ich bin absolut dankbar für die Zeit, die wir uns erspart haben. Ich bin eben einfach ziemlich ungeduldig ;).

Ich übe mich jetzt also erst einmal darin zu entspannen. Das ich das lernen muss, zeigt mir überhaupt erst einmal auf, wie ich durch meine letzten leistungsorientieren Jahre im Konzern geprägt wurde.

In diesem Sinne: Go with the flow & empire your mind,
Dori & Jan

PS: Wann es wohin als nächstes geht, wissen wir dementsprechend noch nicht :).

In großen Schritten Richtung Lebensreise – Was ist zu tun?

In großen Schritten Richtung Lebensreise – Was ist zu tun?

Die Zeit rast momentan einfach. Es ist heute schon der 28. Oktober! Am Donnerstag (01.11.) können wir schon sagen, dass es übernächsten Monat los geht….

Auch, wenn wir uns die sechs Monate in Süd-Ost-Asien treiben lassen wollen, gibt es einige Dinge an die zu denken sind, bevor wir am 6.1.19 in den Flieger von Düsseldorf nach Bangkok steigen. Voller Vertrauen im Herzen. Voller Glück in der Brust. Voller Vorfreude auf das, was kommt. Voller Ahnungslosigkeit, was wir machen, wenn wir wieder in Deutschland sind ;). Unseren Job haben wir ja gekündigt und sind ab Januar demnach arbeitslos.

Wir haben unsere To Do Mind Map einmal für euch gezeichnet. So erfahrt ihr kurz und knapp, was wir erledigen, bevor es losgeht. Unsere Mind Map erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Wir haben bspw. kein Auto, noch Haustiere, etc.

Womit es begonnen hat, war natürlich die Idee. Ich habe in diesem Blogpost schon einmal davon berichtet, wie es zur Entscheidungsfindung gekommen ist.

Wir haben nicht lange überlegt, sondern einfach mal gemacht. Wir haben den Moment gegriffen, BEVOR die Zweifel hoch krabbeln. Den Moment BEVOR dein Ego dir sagt, was alles passieren könnte. Den Moment BEVOR deine eigene Komfortzone dich mit aller Macht versucht nicht gehen zu lassen. Wir haben genau diesen, oftmals leider viel zu fragilen, kurzen Moment, genutzt und es einfach entschieden. Leidenschaft war schon immer der stärkste Motor und das Bauchgefühl, die Intuition, die treibende, authentische Kraft. Ich habe letztens darüber nachgedacht, ob eine Entscheidung, die ich aus dem Herzen/Bauch getroffen habe, jemals wirklich “schlecht” war… (Auch, wenn wir natürlich an jeder Situation wachsen.) Mir fällt nichts ein. Der Verstand hat Beine, das Herz hat Augen. In die richtige Richtung können wir nur laufen, wenn wir sehen, wo WIR hin gehen….wenn wir also unserem Herzen folgen. Ansonsten rennen wir einfach nur allen anderen und unserem Glück hinterher.

Nachdem wir also alles losgelassen haben, um diesen Moment mit beiden Händen zu greifen, ging es in die Umsetzung und Vorbereitung. Ich lasse euch mal an unseren Antworten zu diesen Fragen teilhaben.

Was machen wir mit dem Job?

Hier gibt es natürlich mehrere Möglichkeiten. Ihr könnt euch, insofern euer Arbeitgeber dies ermöglicht, eine Auszeit/unbezahlten Urlaub oder ein Sabbatical nehmen. Ist dies nicht machbar, wäre es ebenso möglich sich einen neuen Job zu suchen, der beginnt, wenn ihr wieder da seid und den derzeitigen Job zu kündigen, sobald ihr die Zusage habt. Oder ihr macht es so wie wir, kündigt euren Job, reist los und vertraut darauf, dass sich alles fügen wird.

Achtet auf euere Kündigungsfristen, sucht das Gespräch mit euren Vorgesetzten und reicht die Kündigung schriftlich ein. Vorher solltet ihr noch einmal prüfen, ob es irgendwelche Vereinbarungen mit eurem Arbeitgeber gibt…wie bspw. eine Bindungsfrist auf Grund eines Studiums, welches euch finanziert wurde.

Wir haben bereits Ende August mit unseren Vorgesetzten gesprochen, da wir gerne sichergehen wollten, dass ausreichend Zeit vorhanden ist, um unsere Stellen neu zu besetzen.

Wir haben gekündigt. Wie läuft das jetzt mit der Arbeitslosigkeit?

Nachdem wir unsere Kündigung im August schriftlich eingereicht haben, habe ich bei der Agentur für Arbeit angerufen. Das war zu früh! Sie sagte ich solle mich drei Monate vor Beginn der Arbeitslosigkeit arbeitssuchend melden – entweder telefonisch oder online. Das haben wir dann Ende September gemacht. Wir meldeten uns online arbeitssuchend und wurden einige Tage später zurückgerufen, um unsere Daten zu vervollständigen. In dem Telefonat wurden weitere Daten aufgenommen sowie die nächsten Schritte erklärt.

  • Es wurde auf einen Brief mit einem Schreiben für unseren Arbeitgeber verwiesen, welches wichtig für die Beantragung des Arbeitslosengeld I ist (Arbeitslosengeld II ist quasi „Hartz 4“).
  • Wir müssen uns spätestens am ersten Tag ohne Beschäftigung persönlich bei der Agentur für Arbeit arbeitslos melden. Das ist die Voraussetzung dafür, dass wir Arbeitslosengeld beziehen können.
  • Die Sperrfrist bei Eigenkündigung beträgt in der Regel drei Monate, d.h. das ALG I wird nicht für 12 sondern „nur“ für 9 Monate gezahlt.

Was heißt das konkret in unserem Fall: Das Schreiben haben wir bei unserem Arbeitgeber eingereicht. Im November gehen wir bereits persönlich zur Bundesagentur für Arbeit, um uns ab 01.01.2019 arbeitslos zu melden. Daraufhin können wir online unseren Antrag zur Zahlung des Arbeitslosengeldes ausfüllen – nicht schon vorher.

Jetzt gut lesen, ist wichtig: 

Wenn ihr selbst gekündigt habt, erhaltet ihr in der Regel die Sperrfrist. Es sei denn ihr begründet eure Auszeit sehr gut (persönliche Weiterentwicklung/berufliche Neuorientierung) und erwischt einen Bearbeiter, der dies durchwinkt. Da wir noch bis zu 6.1. in Deutschland sein werden, läuft die Sperrfrist bereits ab dem 01.01., sodass wie nach Rückkehr für 9 Monate das Arbeitslosengeld beziehen können.

Für den Zeitraum vom 01.01. – 06.01. liegt auf Grund der Sperrfrist KEIN Versicherungsschutz vor, sodass ihr euch für diesen Zeitraum selber versichern müsst. Geht ganz easy…erkundigt euch einfach bei eurer Krankenkasse, füllt das Schreiben aus und schwups, habt ihr es.

Ich muss mich vom 02.01. bis Abreise übrigens noch dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stellen. Es könnte also sein, dass ich am 02.01. noch zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen werden, um am 03.01. mit der Arbeit zu beginnen….bis 06.01. Sehr unwahrscheinlich :).

In der Zeit im Ausland erhaltet ihr kein Arbeitslosengeld und müsst auch keine Bewerbungsgespräche oder sp führen. In dieser Zeit steht ihr dem deutschen Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung und habt dies bei eurer persönlichen Meldung ja auch entsprechend angegeben.

Wie finanziere ich mir so eine Reise überhaupt?

Unsere Sparmaßnahmen haben wir in diesem Post & Video schon einmal beschrieben. Schaut es euch gerne mal an.

Was machen wir denn mit unserer Wohnung, wenn wir nicht da sind?

Wir vermieten unsere Wohnung für die Zeit, in der wir nicht da sind, unter. Also für sechs Monate. Zu erst einmal solltet ihr natürlich mit eurer Vermietung absprechen, ob dies möglich ist! Steht in der Regel auch im Mietvertrag. Wenn ihr das GO habt, dann schießt ihr schöne Fotos von eurer Wohnung, stellt sie ein, bspw. bei WG Gesucht oder Ebay Kleinanzeigen (beide Plattformen bieten die Möglichkeit kostenfrei Inserate zu schalten), vereinbart Besichtigungstermine, setzt einen Untermietvertrag auf, fertigt ein Übergabeprotokoll an und ready.

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Wir vermieten die Wohnung komplett möbliert, d.h. wir räumen lediglich unsere Klamotten und persönlichen Unterlagen raus.

Es empfiehlt sich eine gute Freundin oder einen guten Freund als quasi „Chief of Flat“ zu benennen. Der/die COF sollte in der gleichen Stadt wohnen und ist eine Schnittstelle zwischen euch und den Nachmietern, falls mal etwas dringend zu klären ist, Hilfe benötigt wird, etc. und ihr vielleicht auf Grund der Zeitumstellung, Flügen oder so nicht greifbar seid oder falls Briefe kommen, die nicht von den Nachmietern geöffneten werden sollen.

Wo wollen wir eigentlich hin? Wie sieht unsere Route aus?

Go with the flow. Ganz klar. Allerdings stand für uns fest, dass wir nach Süd-Ost-Asien reisen und in Thailand starten wollen. Dann haben wir uns überlegt, welche Länder noch in Frage kämen. Gut zu wissen für den Impfplan, denn der Arzt wird euch fragen, wo ihr hin wollt.

Unser Plan ist: Thailand, Kambodscha, Vietnam, Indonesien. Gebucht haben wir bislang den Hinflug, die ersten beiden Nächte in Bangkok und zwei Nächte in Kambodscha als Ausreisebestätigung für den thailändischen Visaantrag. Alles Weitere planen wir vor Ort. Auch die Buchung des Rückflugs machen wir von dort ;).

Apropos Visaanträge…hier empfehle ich euch wirklich vorab zu informieren, was notwendig ist. Googelt einfach mal. Was immer sein muss: Ein mindestens noch sechs Monate gültiger Reisepass! 

Um auch vor Ort mobil zu sein und bspw. mit dem Roller Koh Phangan erkunden zu können, organisieren wir uns einen internationalen Führerschein…kostet ca. 25 Euro und könnt ihr euch ganz einfach bei der Fahrerlaubnisbehörde ausstellen lassen.

Hauptsache gesund. Was ist zu beachten?

Ganz wichtig. IMPFEN. Rechtzeitig. Wie sagt Jan so schön…“Impfen, die teuerste Nebensache der Welt“. Meine Impfstoffe haben 900 Euro gekostet, die glücklicherweise zu 100% von meiner Krankenkasse übernommen wurden. Wie eine Impfberatung der Prozess abläuft, könnt ihr hier nachlasen. 

Auch kümmern solltet ihr euch um eine ausländische Krankenversicherung. Wir haben uns für die Versicherung von der Hanse Merkur entschieden. Ganz wichtig: Ihr müsst vor Abschluss entscheiden, ob ihr euch für Kanada und die USA auch versichern lassen wollt. Ist dann entsprechend teurer.

Nehmt ihr regelmäßig Medikament ein, solltet ihr euch vorab ausreichend mit diesen eindecken… Ebenfalls empfehlen wir noch einmal zum Zahnarzt, Frauenarzt, etc. zu gehen, um gesund und munter in euer Abenteuer starten zu können.

Was kommt mit auf die Reise?

Alles, was ihr mitnehmt, tragt ihr mit euch rum. Das heißt: Weniger ist mehr. In unserem Video zeigen wir euch, wie wir unsere Wohnung ausgeräumt und den Rucksack gepackt haben.

So…das kann alles aus einer Ideen entstehen. Wir freuen uns unglaublich auf unsere Reise. Habt ihr weitere Fragen? Dann einfach hier oder bei Instagram platzieren.

Empire your mind,

Dori & Jan

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